Sechs Boxershorts, sechs Techniken – ein Experiment

Sechs Boxershorts, sechs Techniken - Stoffe bemalen - ErfahrungsberichtEs war mal wieder soweit: Neue Pyjamahosen mussten her – und wie eh und je greife ich dabei gerne auf Boxershorts zurück. Um das Ganze ein bisschen aufzupeppen, entschied ich mich diesmal für einfarbige Modelle. Diese wollte ich mithilfe unterschiedlicher Stoffmaltechniken gestalten. Welche Methode sich besonders geeignet hat und was für ein Projekt dieser Art eher daneben war, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Ein paar Grundsätzlichkeiten vorab

Die Boxershorts sind alle aus 100% Baumwolle und vor dem Bemalen selbstverständlich einmal weichspüler- und appreturfrei gewaschen. Der Stoff der Shorts ist ziemlich dünn, was zwar für Boxershorts normal ist, aber beim Bemalen manchmal schwierig sein kann. Die Farbe drückt sich extrem schnell durch den Stoff und macht ihn gleichzeitig steif, wenn sie zu dick aufgetragen wird.

Sechs Boxershorts, sechs Techniken - Stoffe bemalen - Erfahrungsbericht

Da sind sie – meine zukünftigen Pyjamahosen. Gewaschen und gebügelt warten sie nun auf ihre Gestaltung.

Mein Tipp:
Je dünner der Stoff, desto eher bilden sich Falten. Ich habe alle Boxershorts vor dem Malen gebügelt, damit sie besser liegen. Das würde ich dir auch auf jeden Fall empfehlen. Es schont definitiv die Nerven!

Da ich die Boxershorts als Pyjamahosen und nicht als Unterhosen nutze, brauche ich sie nicht bei 60°C waschen. 40°C reichen locker aus. Also brauche ich mir um die Beständigkeit der Farben bezüglich der Waschtemperatur keinerlei Gedanken machen. Allerdings werden die Schlafhosen doch ein paar Mal häufiger gewaschen als beispielsweise ein Pullover. Also kann es aufgrund dessen doch zu einer verkürzten Lebensdauer der Farben kommen.

Man muss andererseits damit rechnen, dass die Farben die Hosen überleben könnten. Die Qualität der Boxershorts ist zwar in Ordnung, aber gerade die Kombination aus dünnen Stoffen, einfachen Nähten und häufigen Wäschen können das Textil schnell stark strapazieren und zur Auflösung bewegen.

Das ist auch der Grund, warum ich bei einem solchen Projekt im Nachhinein immer auf Techniken zurückgreifen würde, die in einem sehr angenehmen „Zeitaufwand-Ergebnis-Verhältnis“ stehen. Das bedeutet in diesem Fall konkret, dass ich lieber eine Technik verwende, die mir zügig ein schönes Ergebnis liefert. Ist sie anschließend sogar reproduzierbar (Schablone, Stempel, etc.), kann ich im Zweifel auch neue Hosen ähnlich wieder kreieren.

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Je mehr Aufwand in einem bemalten Kleidungsstück steckt, desto länger sollte es auch halten. Schnell reproduzierbare Techniken bieten sich an, wenn das Textil im Verdacht steht, diese Anforderung nicht unbedingt zu erfüllen.

Sitze ich hingegen mit der „falschen“ Technik Stunde um Stunde an den Shorts, bin ich hinterher umso enttäuschter, wenn sie sich schneller als gedacht auflösen. Am Ende des Tages bin ich aber mit allen Hosen sehr zufrieden und sollte ich mal wieder neue benötigen, weiß ich schon, welche Techniken dafür in Frage kommen.

Los geht’s!

Die weiße Boxershorts und die Textilsprühfarben

Die erste Boxershorts, die ich gestalten wollte, war die weiße. Bei ihr war klar, dass hinterher so wenig wie möglich von der ursprünglichen Farbe übrigbleiben sollte. Schließlich mag ich weiße Klamotten mal so gar nicht. 😊 Was lag da näher, als sie quasi einer „Vollfärbung“ zu unterziehen? Und dafür bieten sich die Textilsprühfarben am ehesten an. Normalerweise arbeite ich wenig mit diesen Farben, da sie bei mir mehr Sauerei veranstalten als alles andere.

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Dank der Textilsprühfarben ist die weiße Boxershorts hinterher gar nicht mehr so weiß!

Technik

Textilsprühfarben Fashion Spray von Marabu; Boxershorts gedreht und abgebunden und mit Sternchen aus Malerkrepp beklebt, um weiße Stellen frei zu lassen.

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Eingedreht, abgebunden und mit Sternchen beklebt – so wollte ich die shorts besprühen…

Durchführung

Die Sternchen haben nicht gehalten bzw. ist die Farbe komplett darunter gelaufen. Dieser Teil der Technik hat also 0,0 funktioniert. Auch das Eindrehen und Abbinden hat nur so leidlich funktioniert. Ich hatte damit gerechnet, dass mehr Farbe vom Stoff aufgesaugt wird. Also habe ich die Technik im zweiten Schritt angepasst, die Hose ausgedreht und einfach komplett besprüht. Den Farbverlauf musste ich dann manuell ausgestalten. Das war aber kein Problem und am Ende bin ich sehr zufrieden mit der ehemals weißen Boxershorts, auch wenn die Technik mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

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Eingedreht besprühen hat funktioniert – leider haben die Sternchen aus Malerkrepp die Farbe nicht abgehalten…

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…und – oh Schreck – da ist noch viel zu viel Weiß! Ich hatte mit einer stärkeren Durchtränkung des Stoffes gerechnet.

Für das vollständige Einfärben im Batik-Stil eignen sich die Sprühfarben gut. Allerdings muss man den Arbeitsplatz sehr gut abdecken und damit rechnen, hinterher überall dort Farbe zu haben wo man sie nicht haben wollte. Das Fixieren mit dem Bügeleisen ist auch etwas umständlicher, da man ja keine Stelle auslassen darf und überall lange genug bügeln muss.

Mein Fazit

Abgesehen vom Schweinkram eine super Methode, eine weiße Boxershorts schnell in etwas Buntes zu verwandeln. Bei dunkleren Stoffen eher nicht so geeignet, da die Farben da weniger decken – außer man verwendet Sprühfarben extra für dunkle Stoffe.

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Nach dem vollständigen Besprühen ist das Ergebnis schon mehr nach meinem Geschmack – auch wenn das mit den weißen Sternchen leider überhaupt nicht geklappt hat. Von der einstmals weißen Hose ist nichts mehr zu erkennen. Richtig so!

Die dunkelblaue Boxershorts und die Schablonen

Die nächste an der Reihe war die dunkelblaue Boxershorts. Für sie hatte ich mir ein maritimes Motiv überlegt, dass ich mithilfe von Schablonen auf den Stoff bringen wollte. Es sollte mehrere kleinere Teile haben, die sich zufällig über die Hose verteilen. Dank der wiederverwendbaren Schablonen ließen sich die kleinen Einzelmotive prima verteilen und immer wieder auf den Stoff tupfen.

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Schablonen, weiße Stoffmalfarbe, Stupfpinsel und Malerkrepp – mehr brauchte es nicht, um diese maritime Boxershorts zu gestalten.

Technik

Schablonen mit kleinen maritimen Motiven selbst ausgeschnitten mit einem Cuttermesser aus Mylarfolie . Anschließend auf den Stoff geklebt und mithilfe eines Stupfpinsels normale Stoffmalfarbe aus dem Glas aufgetupft.

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Die Herstellung der Schablonen ist ein einmaliger Arbeitsaufwand – danach kann man sie unendlich oft wiederverwenden.

Durchführung

Die Schablonen habe ich selbst mithilfe eines Cuttermessers und Mylarfolie hergestellt. Da ich dabei schon ein bisschen Übung habe, geht das sehr gut von der Hand. Man kann natürlich auch fertige Schablonen kaufen.

Das Aufbringen und Befestigen der Schablonen war dann ein bisschen knifflig. Der Stoff darunter muss gerade und faltenfrei liegen. Besonders Richtung Bündchen war das gar nicht so leicht. Auch muss man damit rechnen, dass immer ein bisschen Farbe unter die Schablone kommen kann, selbst wenn man wie ich einen Stupfpinsel  benutzt. Hier kann ein Schablonenspray  helfen, dass die Schablone an den Stoff klebt. Allerdings arbeite ich meist ohne und nutze nur Malerkrepp für die Außenränder.

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Jedes einzelne Motiv wird sorgsam aufgestupft. Am Bündchen stören die Falten im Stoff ein bisschen.

Mein Fazit

Nichtsdestotrotz gefällt mir die Gestaltung sehr gut, der Arbeitsaufwand war abgesehen von den Schablonen (und dieser Aufwand ist einmalig) sehr gering und lässt sich immer wieder reproduzieren. Für Boxershorts sind Schablonen eine super Sache, wenn man sich mit den Falten am Bündchen arrangieren kann.

Die hellblaue Boxershorts und die Gelli Plate

Weiter ging es mit der hellblauen Boxershorts. Für sie hatte ich mir ein Wellenmotiv überlegt. Großflächig sollte es sein und möglichst eindrucksvoll aussehen. Mithilfe des Geldruckes ließen sich vier ähnliche Wellen im Handumdrehen auf den Stoff zaubern.

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Mit der Gelli Plate lassen sich wunderschöne Motive in extrem kurzer Zeit gestalten. Nachteil: Ein bisschen kreativ veranlagt muss man sein!

Technik

Gelliplatte mit Stoffmalfarben und geträufelte Stoffmalfarbe als Akzente.

Durchführung

Das gewünschte Motiv wird – spiegelverkehrt – auf die Gelliplatte gemalt. Anschließend dreht man die Gelliplatte um und platziert sie an der richtigen Stell auf dem Stoff. Der Stoff darunter sollte möglichst faltenfrei sein. Ansonsten hat man hinterher Streifen und Lücken im Motiv. Eine Unterlage zwischen den Stoffschichten verhindert – gerade bei dieser Technik – dass die Farbe auch gleich auf der Rückseite ankommt. Das Ganze habe ich viermal – also für jedes Bein auf der Vorder- und Rückseite – gemacht. Anschließend habe ich noch ein wenig flüssige dunkelblaue Farbe über die freien Stellen geträufelt.

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Das Motiv – in diesem Fall die Welle – wird auf die Gelliplatte gemalt…

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…und danach zügig auf den Stoff gedrückt. In Sekundenschnell entsteht das Design. Ich finde es jedes Mal unglaublich faszinierend.

Mein Fazit

Ich bin nach wie vor von der Gelliplatte mehr als begeistert. Man braucht zwar ein bisschen kreatives Geschick, um ein Motiv damit hinzubekommen, aber wenn man eine Idee hat, ist das Ergebnis – und zwar ein ziemlich eindrucksvolles – binnen Minuten gezaubert. Schneller geht nicht. Wenn du mehr über diese Technik wissen willst, kannst du das im Artikel Monotypie in der Stoffmalerei nachlesen.

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Jede Welle sieht ein bisschen anders aus – aber die Intention ist erkennbar.

Die graue Boxershorts und die Stoffmalfarben aus dem Glas

Die graue Boxershorts sollte ein Motiv in Rot- und Orangetönen bekommen. Was bot sich da mehr an, als eine kleine Flammenwand? Sie sollte am unteren Bündchen einmal um die komplette Hose laufen.

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Mithilfe einer übertragenen Vorlage und den Stoffmalfarben aus den Gläsern ist diese Shorts entstanden. Aufwand und Zeit sind hier für dieses Projekt aber zu hoch.

Technik

„Meine“ normale Technik – Vorlage mit Kopierpapier übertragen und anschließend mit Pinsel und Stoffmalfarbe ausgestalten.

Durchführung

Wie bei „Technik“ bereits beschrieben – normalerweise meine Methode der Wahl. Allerdings hat diese Technik hier am längsten gedauert. Damit alles sauber und ordentlich wird, muss man sich Zeit nehmen und zwischendurch warten, bis die Farben trocken sind. Außerdem arbeitet man lange und konzentriert am Motiv. Ich war dank des einmal rundherum laufenden Motivs doch eine ganze Weile beschäftigt. Kleinere Motive gehen in der Regel schneller – außer sie sind zu filigran und mit zu vielen Details versehen.

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Jede Farbe muss hierbei einzeln aufgetragen werden und anschließend in Ruhe trocknen.

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Bei der Größe der Farbfläche ist außerdem bei dieser Technik hinterher am meisten Veränderung am Stoff spürbar. Er wird deutlich steifer und unbeweglicher.

Mein Fazit

Für die Boxershorts ist diese Technik ausnahmsweise mal nicht so gut geeignet. Nicht, weil das Ergebnis nicht gut wird und auch nicht, weil es mit nicht gefällt oder so. Ich finde einfach, dass der Arbeitsaufwand hier für eine Boxershorts, die ich nur nachts trage, die viel gewaschen wird und sich im Zweifel in einem Jahr auflöst, zu hoch. Je mehr Zeit und Arbeit ich in ein gemaltes Textil stecke, desto mehr möchte ich, dass es lange hält und gesehen werden kann.

Die grüne Boxershorts und der Softlinolstempel

Für die grüne Boxershorts sollte es ein dschungelartiges Motiv werden. Blätter und Ranken hatte ich mir vorgestellt. Dafür wollte ich mich eines Stempels bedienen. Meine Vorstellung und das Endergebnis liegen allerdings doch ziemlich weit auseinander. Diese Technik und ich standen etwas auf dem Kriegsfuß.

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Das Erstellen der Stempel macht mir persönlich mehr Spaß, als das Stempeln hinterher. Auch wenn sie so nicht geplant war, gefällt mir die grüne Boxershorts inzwischen ganz gut.

Technik

Stempel aus Softlinol mit Blattmotiv, aufgestempelt mit unterschiedlichen Grüntönen mit Stoffmal- und Druckfarbe.

Durchführung

Am Anfang steht die Herstellung des Stempels. Ich habe ihn aus einem Rest Softlinol geschnitzt, den ich noch aus einem der Marabusets übrighatte. Die Gestaltung des Stempels ging zügig von der Hand und hat auch richtig Spaß gemacht. Dieser Teil der Methode liegt mir definitiv am meisten. Das eigentliche Stempeln dann eher nicht mehr so…

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Zunächst muss man die gewünschte Vorlage auf das Softlinol übertragen…

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…und anschließend mit dem Schneidewerkzeug freischneiden.

Was soll ich sagen, die Hose ist so überhaupt nicht so geworden, wie ich wollte. Sie sieht trotzdem gut aus. Beim Stempeln muss man schnell sein und gut aufpassen: Die Farbe, die man auf der Farbwalze hat, darf nicht antrocknen. Man muss zügig arbeiten, hat aber ständig Farbe an den Fingern. Gleichzeitig sollte man die Falten aus dem Stoff ziehen, bevor man stempelt. Und dann kommt es, dass man einfach zu wenig Hände hat. Während man nämlich mit der Farbe an den Händen versucht, den Stoff gerade zu ziehen, neue Farbe vor dem Antrocknen auf den Stempel zu bekommen und diesen dann noch an der richtigen Stelle auf die Hose zu drücken, entgleitet einem immer mehr die Kontrolle über diese Technik. 😊 Zumindest erging es mir so. Also ergab ich mich in mein Schicksal und ließ mich überraschen, was am Ende dabei rauskam. Wie gesagt, kein Stück, wie ich es haben wollte, dennoch okay.

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Trotz vorherigen Bügelns sind für diese Technik noch viel zu viele Falten im Stoff. Überhaupt ist überall zu viel Farbe an Stellen, wo ich sie gar nicht ghaben wollte. Dennoch ist das Ergebnis ganz okay geworden.

Mein Fazit

Wenn man zu Experimenten bereit ist oder einem das Stempeln gut liegt, eine super Methode, die Hose schnell und effizient zu verschönern. Die Falten im Stoff plus die Farbe an den Fingern können den Plan aber schnell vereiteln. Entweder mit einer weiteren helfenden Person probieren oder viel Geduld und Experimentierfreude mitbringen, dann ist es super!

Die schwarze Boxershorts und der Siebdruck

Da ich schon lange ein „Drei Fragezeichen Logo“ auf irgendeinem Textil haben wollte, boten sich diese schwarzen Boxershorts endlich einmal an. Und aufgrund der Einfachheit des Motivs selbst entschied ich mich für den Siebdruck. Eine gute Wahl!

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Schablone, Siebdruckrahmen und die Druckfarben – und schon entsteht mithilfe des Rakels ein 1a Motiv wie aus dem Ei gepellt.

Technik

Siebdruck mit Mylarschablone und ???-Motiv

Durchführung

Zum Abschluss noch einmal eine Technik mit maximaler Kontrolle zur Beruhigung meiner Nerven. 😊 Beim Siebdruck mit dem Set von Marabu ist nichts dem Zufall überlassen und das Ergebnis sieht wirklich aus, wie aus dem Ei gepellt. Die Schablone mit dem Motiv der „Drei Fragezeichen“ war super schnell erstellt und auf die Rückseite des Siebdruckrahmens geklebt. Mithilfe eines Abdeckpapiers und des Spatels wurde die Stoffdruckfarbe aufgetragen und in den Stoff gerakelt. Abziehen – fertig.

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Die Schablone wird am Siebdruckrahmen befestigt. Der Part, der hier keine weiße Farbe abbekommen soll, wird mit einem Papier abgedeckt.

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Anschließend wir die weiße Farbe mithilfe des Rakels auf den Stoff gebracht. Mit Blau und rot wird entsprechend verfahren.

Lediglich die Verwendung aller drei Farben – weiß, blau und rot – im gleichen Durchgang kann für Anfänger etwas komplizierter sein. Man muss etwas aufpassen, dass man nicht über Stellen rakelt, die nicht für die jeweilige Farbe gedacht waren. Man kann sonst auch jedes Fragezeichen einzeln machen und den Siebdruckrahmen nach dem Trocknen mit der nächsten Farbe neu ansetzen.

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Dreifarbig Drucken mit dem Siebdruckrahmen geht, wenn man ein bisschen geschickt ist und alles gut abdeckt zwischendurch.

Mein Fazit

Schneller, effizienter und sauberer geht kaum. Einzig die Beschränkungen durch die Größe der Schablone und des Siebdruckrahmens begrenzen diese Technik. Ansonsten ist sie immer wieder und immer wieder gleich einsetzbar. Daumen hoch!

Mein abschließendes Fazit zu den Techniken

Da Boxershorts als Pyjamahosen nie der breiten Öffentlichkeit vorgeführt werden, sondern doch eher im privaten Rahmen glänzen, sollte der Arbeitsaufwand bei der Gestaltung möglichst gering bleiben. Viel Waschgänge und der dünne Stoff sorgen möglicherweise für eine kürzere Lebensdauer.

Meine favorisierten Techniken:

Für mich kommen daher in Zukunft nur noch Techniken in Frage, die schnell schöne Ergebnisse abliefern und im Zweifel für die nächste Hose reproduzierbar sind. Meine absoluten Favoriten dabei sind der Siebdruck – maximale Kontrolle bei perfektem Ergebnis – und die Gelliplatte – großartige Effekte und komplexere Motive aufgebracht innerhalb von zwei Minuten.

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Die Siebdrucktechnik – maximale Kontrolle und ein starkes Ergebnis!

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Monoprint mit der Gelli Plate – tolle Effekte in Minutenschnelle!

Auch schnell, aber anfällig für Falten:

An zweiter Stelle stehen das Stempeln und die Schablonen. Die Techniken sind ebenfalls super schnell gemacht. Hier nerven lediglich die Falten in den Boxershorts – besonders in Bündchennähe lassen sie sich auch durch Bügeln nicht verhindern. Eine weitere Person kann hier Abhilfe schaffen. Oder man gestaltet nur den unteren Bereich der Shorts.

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Stempel lassen sich beliebig oft reproduzieren – allerdings braucht man einen möglichst faltenfreien Stoff für ein optimales Ergebnis…

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…gleiches gilt auch für die Schabloniertechnik. Schnell und einfach, aber mit ein paar Tücken versehen, wenn Falten dazukommen.

Zu aufwendig in der Ausgestaltung oder beim Aufräumen:

Durchgefallen sind bei mir in diesem Fall meine übliche Technik mit Stoffmalfarben und Pinsel gemalt nach Vorlage – hier war der Zeitaufwand einfach zu groß – und die Sprühfarben. Die Textilsprühfarben und ich werden einfach keine Freunde mehr in diesem Leben. 😊 Ich produziere damit eine solche Sauerei an meinem Arbeitsplatz – egal wie gut ich ihn vorher abdecke. Und da ich lieber male und gestalte als hinterher aufzuräumen, würde ich diese Technik nicht unbedingt häufiger verwenden. Außerdem funktioniert sie nur wirklich gut auf weißem Stoff – und davon habe ich sowieso sehr selten welchen da.

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Stoffmalfarbe mit dem Pinsel aufgetragen sieht zwar super aus, war aber aus meiner Sicht zu viel Aufwand für „nur“ eine Pyjamahose.

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Ähnliches gilt für die Textilsprays – sie lassen sich zwar schnell auftragen, aber die Aufräumarbeiten ziehen sich hinterher sehr. Außerdem funktioniert das nur schön, wenn man wirklich weiße Textilien hat.

Welche Technik ist dein Favorit? Hast du auch schon mal Pyjamahosen kreiert? Vielleicht hast du auch Textilmarker verwendet – die habe ich in diesem Experiment tatsächlich ausgelassen, aber je nach Motiv wären sie sicher noch eine Alternative! Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte mir von deinen Erfahrungen. 😊

Letzte Aktualisierung am 14.05.2020 um 10:34 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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