Welche Textilfarbe passt zu mir?

Textilfarben/Stoffmalfarben aus dem Glas, aufzutragen mit dem Pinsel auf Stoff

Nach der Auswahl des idealen Kleidungsstückes zum Bemalen brauchst du jetzt Farben, um dein Motiv auch bunt gestalten zu können.

Klingt logisch, ist es auch.

Doch welche Farben solltest du idealerweise nehmen? Sie sollen schließlich dauerhaft auf dem Stoff halten und auch Wäschen problemlos überstehen.

Oft liest man auf der Suche recht zweifelhafte Tipps. Der eine malt mit Acrylfarben, der andere mit Filzstiften, der dritte schwört auf Batikfarben.

Ich persönlich bevorzuge für meine Werke auf jeden Fall richtige Textilmalfarben aus dem Glas.

Jede Farbe, die nicht für den Einsatz auf Stoff gedacht ist, wird den dort auftretenden Belastungen nicht dauerhaft standhalten können.

Wenn du also damit leben kannst, dass möglicherweise nach der ersten Wäsche keine Farbe mehr dort hat, wo du sie hingemalt hast, kannst du auch mit eher ungeeigneten Farben malen.

Textilfarben wurden extra für Stoffe entwickelt

Roadrunner United Motiv auf einem bemalten T-Shirt, selbstbemalt mit Stoffmalfarben

Dieses Shirt ist fast 10 Jahre alt – und sieht noch beinahe so aus, wie am ersten Tag

Textilfarben indes wurden speziell dafür entwickelt, um auf Kleidung und Stoffen zu halten und auch nach vielen Wäschen noch kräftig und leuchtend auszusehen.

Sie lassen sich fixieren, was eine lange Haltbarkeit verspricht.

Sie bleiben nach dem Fixieren, wo man sie haben wollte und verfärben nicht den Rest der Kleidung in der Waschmaschine.

Sie passen sich dem Stoff flexibel an und fühlen sich nicht wie Gummi oder Plastik auf der Oberfläche an.

Sie sollten im Idealfall auch beim Tragen nicht einreißen und nach Jahren noch strahlen.

Das sind die Gründe, wegen derer ich immer zu Stoffmalfarben greifen würde und auch nur diese guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Andere Farben können funktionieren – oder auch nicht!

Grundlegend habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sehr wohl mit Edding oder Acrylfarben auf Stoff „malen“ kann.

Wandfarbe auf Stoff - hält nur, wenn man es nicht will

Wer kennt sie nicht: Die „Malerhose“, aus der die Flecken vom Streichen nie wieder herausgehen?

Allerdings schließt diese Erfahrung auch noch etwas anderes mit ein: Passiert mir das Ganze unabsichtlich und bei meinem besten Pullover, dann halten Acryl- oder auch Wandfarben beinahe ewig. Sie lassen sich nicht auswaschen und verhalten sich sehr hartnäckig.

Die Flecken halten viele, viele Jahre. Unverändert.

Male ich allerdings mit viel Mühe ein Motiv mit Acryl auf ein Shirt oder habe ich auf einem Pullover ein mit Edding geschriebenes Autogramm bekommen, das ich unbedingt behalten will – glaube mir, es verabschiedet sich direkt nach der ersten Wäsche schon der größte Teil davon.

Ich würde es also nicht unbedingt empfehlen. Zu groß sind hier einfach die Unwägbarkeiten. Diese sind bei Textilfarben einfach viel geringer.

Also:
Textilfarben sind speziell für Textilien entwickelt worden und sollten immer erste Wahl für das Bemalen sein, um langanhaltende und farbintensive Ergebnisse zu erzielen.

Deshalb werde ich an dieser Stelle auch nicht weiter auf Farben eingehen, die nicht extra für Stoffe gedacht sind. Es steht dir natürlich frei, dennoch zu experimentieren.

Es können auch gute Ergebnisse dabei heraus kommen, jedoch wäre es mir zu unsicher.

Dafür ist der Arbeitsaufwand bei meinen Malarbeiten auch einfach zu hoch. Da ich meist mehrere Tage – bis zu Wochen – an einem Motiv sitze, wäre es sehr ärgerlich, wenn die Wäsche alles ruinieren würde.

Welche Textilfarbe ist die richtige für dich?

Aber zurück zu den Textilfarben. Nachdem die Entscheidung gefallen ist, für langanhaltende und robuste Ergebnisse besser auf Stoffmalfarben zurückzugreifen, stehen noch mehr Fragen im Raum.

Denn die Auswahl ist inzwischen sehr umfassend und damit gerade für Anfänger schwer zu überblicken.

Was sollte man nun wählen? Stifte oder doch lieber flüssige Farben aus dem Gläschen? Mit Glittereffekt oder zum Aufplustern? Metalliclook oder doch besser opak? Opak? Was soll das denn sein? Fragen über Fragen.

Ich werde jetzt versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Der erste Wichtige Schritt wäre zunächst die Entscheidung zwischen Stiften und flüssiger Farbe.

Textilstifte – einfach in der Handhabung, passabel im Ergebnis

Textilstifte  eignen sich großartig für die Arbeit mit Kindern – gerade mit jüngeren.

So kann man zum Beispiel einen Kindergeburtstag ganz individuell werden lassen. Jeder bekommt ein weißes Shirt, einen Baumwollbeutel oder etwas Ähnliches und kann ihn nach Herzenslust gestalten. Am Ende darf das Werk mit nach Hause genommen werden.

Der Vorteil ist, dass mit den Stiften nicht gekleckert werden kann und die Erwachsenen nicht die ganze Zeit alles mit Argusaugen überwachen müssen. Außerdem trocknen die Stifte sehr schnell – so kann nach kürzester Zeit nichts mehr verwischen oder verschmieren.

Welche textilfarbe passt zumir? Textilmalstifte

Textilstifte gibt es in den unterschiedlichsten Varianten – für Ungeübte oder schnelle Projekte sind sie ganz gut geeignet

Du kannst Textilstifte auch dann gut verwenden, wenn es schnell gehen muss und die Genauigkeit keine allzu große Rolle spielt. Zum Beispiel lassen sich so schnell Shirts für einen Junggesellenabschied verzieren oder Banner beschriften. Der Kreativität sind hier wie so oft keine Grenzen gesetzt.

Auch wer es sich zu Beginn noch nicht zutraut, mit Pinsel und Farbe zu hantieren, der kann seine ersten Gehversuche in der Stoffmalerei durchaus mit Textilstiften wagen. Ich würde allerdings nicht behaupten, dass es leichter ist. Denn der Stoff verhält sich nicht wie ein Blatt Papier.

Man muss ihn beim Malen – gerade bei Stiften – immer stramm halten. Ansonsten schiebt man Stoffwellen vor dem Textilstift her.

Gerade als Anfänger im Bereich Stoffmalen kannst du aber auch Stifte und flüssige Farbe kombinieren: Stifte für die Konturen und den Pinsel für die Flächen. Probier’s einfach mal aus. 😊

Der große Nachteil der Textilstifte ist der, dass das Motiv hinterher nie so aussehen wird, wie mit den flüssigen Farben.

Wer den Unterschied zwischen einem mit Filzstiften und einem mit Buntstiften oder Acrylfarben gemalten Bild kennt, wird mir vermutlich zustimmen. Hier verhält es sich nämlich ähnlich.

Schattierungen oder Farbverläufe gehören ebenso nicht zum Portfolio der Stoffmalstifte, wie Farbintensitätsabstufungen.

Die Möglichkeiten sind eben begrenzt. Das bedeutet nicht, dass sie nicht ihre Berechtigung haben. Wie oben geschrieben, gibt es durchaus gute Verwendungszwecke.

Flüssige Textilfarben – das Feuerwerk der Kreativität

Meine persönlichen Favoriten sind und bleiben flüssige Textilfarben.

Hier sind die Möglichkeiten schier unendlich. Ob mit dem Pinsel, dem Schwämmchen, der Sprühflasche oder gar nur den Fingern aufgetragen, auf hellen oder dunklen Stoffen, der Variantenreichtum ist beinahe unerschöpflich.

Und die Ergebnisse sehen einfach fantastisch aus.

Eine Auswahl diverser Stoffmalfarben/Textilfarben aus dem Glas

Zu erwähnen wären hier die beiden namhaftesten Hersteller von Textilfarben Marabu  und Javana .

Mit diesen beiden Firmen habe ich bis jetzt die besten Erfahrungen gemacht. Die Farben haben eine gute Konsistenz, sind ergiebig und halten sehr lange.

Ich habe z.B. einen ca. 15 Jahre alten Pullover, der mit Marabu Farben  bemalt ist und das Motiv sieht trotz unzähliger Waschgänge noch sehr akzeptabel aus.

Lediglich der Pullover löst sich so langsam auf.

Weiterhin sind die Gläschen in beinahe jeder erdenklichen Farbe erhältlich und sollte doch mal eine fehlen, sind sie ohne Probleme untereinander mischbar.

Für die extravaganten Fälle gibt es Glitzereffekte, Plusterfarben, Metalliclook oder sogar zum Teil nachtleuchte Effekte.

Textilfarben sollten wasserlöslich sein

Die Farben beider Hersteller sind beide auf Wasserbasis und im nicht fixierten Zustand ganz einfach auswaschbar, sollte man sich mal vermalt haben.

Die meisten Farben sind laut der Hersteller zwischen 100% und 70% Baumwollanteil verwendbar. Hierbei achte bitte dringend auf den jeweiligen Hinweis bei der ausgewählten Farbe.

Mischst du zwei Farben, die unterschiedliche Angaben über den Baumwollanteil haben, orientiere dich bitte bei deinem ausgewählten Stoff lieber am höheren Anteil.

Sprich lieber weniger Synthetik Anteil nehmen, als hinterher Löcher im Motiv haben.

Opakfarbe – der Schlüssel zum Bemalen dunkler Stoffe

Weiße Textilfarbe von Javana aus dem Glas

Opakfarbe von Javana

Je nachdem welche Farbe dein zu bemalender Stoff hat, musst du zwischen normalen Stoffmalfarben und denen mit dem Hinweis „opak“ oder „plus  wählen.

„Normale“ Textilfarben mit dem Hinweis „für helle Stoffe  sind eben auch nur für diese geeignet.

Malt man mit diesen Farben auf dunkle Stoffe, wird das Ergebnis im Normalfall niemals zufriedenstellend werden.

Diese Variante besitzt nicht genug Deckkraft. Deshalb wurden die sogenannten „opak“ oder „Textil-plus“ Farben entwickelt. Sie sind extra für dunkle Stoffe geeignet.

Mehrere Farbschichten lassen Opakfarben strahlen

Allerdings sollte gesagt sein, dass auch hier oftmals ein einfacher Farbauftrag nicht ausreicht.

Nach dem ersten Trocknen sollte überprüft werden, ob die Farbe schon deckend genug ist, ansonsten muss man nochmals darüber malen.

Im Normalfall sollten zwei bis drei Schichten ausreichen, manchmal sind noch mehr vonnöten.

Du solltest aber schon darauf achten, dass die einzelnen Schichten etwas Zeit zum Antrocknen haben, sonst wird die erwünschte Deckkraft auch nach mehrmaligem Farbauftrag nicht erreicht.

Mit Opakfarben kann man übrigens bedenkenlos auf hellen Stoffen malen.

Leider ist die Auswahl der Textilfarben für dunkle Stoffe nicht ganz so groß, wie die für helle Stoffe. Hier musst du beim Mischen auch Acht geben, denn eine Farbe für helle und eine für dunkle Stoffe zu mischen kann dazu führen, dass Deckkraft verloren geht.

Es gibt einen Trick, wenn dir die passende Opakfarbe fehlt

Habe ich nicht die richtige Farbe für meinen schwarzen Pullover, behelfe ich mir mit folgendem Trick: Ich male die Fläche, für die ich nicht die richtige Opakfarbe habe, zunächst mit Opak-Weiß an.

Dann lasse ich sie trocknen und trage im nächsten Schritt die normale Farbe auf das Weiß auf.

Das funktioniert in der Regel sehr gut und ist hinterher nicht vom Rest zu unterscheiden. Probiere es einfach mal aus.

Denn vor ein paar Jahren war die Auswahl an Stoffmalfarben für dunkle Stoffe noch sehr eingeschränkt und es gab maximal Weiß und ein paar Grundfarben. Da kam mir diese Variante sehr gelegen.

Stoff bemalen: Selbstbemaltes T-Shirt mit Opak weißer Stoffmalfarbe mit einem Bärenbrüder Motiv

Vorgemalte Flächen mit Opakweiß…

Stoffe Bemalen: selbstbemaltes T-Shirt, Bärenbrüder Motiv nachcoloriert mit Brauntönen

…nachträglich coloriert.

Effektfarben können tolle Akzente setzen

Putziges Vogelmotiv auf einem selbstbemalten T-Shirt mit Textilfarben

Das Metallicbraun setzt Akzente

Möchtest du Textilfarben mit Effekten  in dein Motiv einbauen, musst du unbedingt vorher checken, wie die genauen Beschreibungen dafür lauten.

Gerade mit den Plusterfarben darf man beispielsweise nicht so lange warten. Man muss sie zügig weiterbearbeiten, ansonsten verschwindet der Plustereffekt , bzw. lässt sich nicht mehr auslösen.

Das ist wichtig, gerade wenn man etwas länger an seinem Motiv sitzt. Je nach Komplexität brauche ich für ein Kleidungsstück auch mal mehrere Tage.

Das wäre für Plusterfarben zu lange. Diese müssen direkt weiterbehandelt werden.

Achte also vorher darauf und mache dir besser einen Plan, ob du die Effektfarben zu Beginn oder am Ende auftragen willst und plane dir genug Zeit ein für die Nachbearbeitung.

Sprühfarben – Top oder Flop?

Fashion Spray von Marabu, Textilfarben zum Sprühen

Fashion-Spray von Marabu

Werden Sprühfarben  verwendet, mit denen man tolle Hintergründe zaubern kann oder mit Schablonen arbeiten kann, muss die Umgebung gut abgedeckt werden.

Bedenke, dass Sprühflaschen die Angewohnheit haben, nicht nur dorthin zu sprühen, wo du es gerne hättest. Wenn dein Schreibtisch, der Fußboden oder die Wand allerdings eine neue Farbe gebrauchen können, lass die Abdeckung weg. 😊

Alle Farben mit denen ich bisher gearbeitet habe – egal ob Textilmarker oder Stoffmalfarbe aus dem Glas, der Tube oder der Sprühflasche – hatten eines gemeinsam: Sie müssen nach Abschluss der Malarbeit fixiert werden.

Es nützt nämlich nichts, wenn man das tollste Motiv gemalt hat und sich dieses nach der ersten Wäsche verabschiedet.

Die Varianten unterscheiden sich hier und ich werde genauer auf die Möglichkeiten im Artikel Textilfarbe fixieren – so gelingt es eingehen.

Der Vollständigkeit halber sei es aber an dieser Stelle bereits erwähnt.

Die Art der Fixierung richtet sich auch wieder nach der Firma und dem Material – also unbedingt Herstellerhinweise beachten!

Jetzt kannst du entscheiden, welche Farbe für dich am besten geeignet ist – und direkt loslegen.

Die Links zu den vorgestellten Farben findest du im Text, sodass du die Stoffmalfarben einfach online bestellen kannst. 😊

Letzte Aktualisierung am 15.11.2019 um 11:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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25 Antworten

  1. Uwe Schuck sagt:

    Können Sie mir bitte mitteilen, wie ich einen
    Curry-Farbton anmischen kann?

    • Hugolinde sagt:

      Hallo Uwe,
      vielen Dank für deine Frage. Da das Thema „Farben mischen“ etwas umfangreicher ist, habe ich mich entschlossen, dazu demnächst einen Artikel zu schreiben.
      Einen kurzfristigen Tipp zu geben, ist leider schwierig, da ich nicht weiß, welche Farben dir zur Verfügung stehen.
      Ich würde mir ein schönes Mittelgelb nehmen (Marabu Mittelgelb) und wenn mir das von der Farbe her noch zu weit von Curry entfernt ist, ein winziges bisschen Braun dazugeben.
      Hast du nur die Grundfarben Gelb, Rot und Blau, so ergibt viel Gelb mit ganz wenig Rot und Blau einen Ockerton, den man mit etwas Weiß noch in Richtung Currygelb aufhellen könnte.
      Ich hoffe, diese Informationen können dir weiterhelfen.
      Viel Erfolg beim Malen wünscht Hugolinde von stoffe-bemalen.de

    • Hugolinde sagt:

      Der Artikel zum Farbenmischen ist jetzt online: Mix up – Stoffmalfarben mischen leicht gemacht

  2. Niels Hufschmidt sagt:

    Hallo

    Ich habe ein mit royalblauem Baumwollsamt (100%Baumwolle) bespanntes Möbelstück, das ich leider an ein paar Stellen mit Textilkleber verunstalten musste, da der Stoff sehr auf gespannt angebracht ist und ich das Einreißen des Stoffes so verhindern musste.

    Ich hatte nun die Idee diese Stellen mit Textilfarbe zu bemalen, um die hellen Stellen, die durch den getrockneten Textilkleber entstanden sind, wieder in das originale Royalblau zu bringen.

    Da es sich um einen Polster auf einem Möbelstück handelt kann ich es leider nicht wie ein Kleidungsstück waschen um die Farbe zu fixieren und denke eine Lufttrocknung wäre am sichersten für den Stoff.

    Können sie mir ein paar Tipps geben, welche Farbe dafür die richtige ist, bzw. was zu beachten ist?

    Beste Grüße
    Niels

    • Hugolinde sagt:

      Hallo Niels,
      auch in dem Fall des Polstermöbels muss ich sagen, dass ich noch über keinerlei Erfahrung verfüge. Daher alle Angaben ohne Gewähr. 😊
      Ich befürchte, dass der Baumwollsamt allein aufgrund seiner Struktur – auch wenn er aus Baumwolle ist – egal welche Farbe nur schwer aufnehmen wird oder mit Aufnahme der Farbe verkleben würde.
      Wenn zusätzlich allerdings noch Textilkleber über dem Stoff ist, wird die Farbe den Stoff gar nicht erreichen. Oder stelle ich es mir gerade falsch vor?
      Für Polstermöbel, Teppiche und derlei Dinge gibt es spezielle Farbsprays aus der Sprühdose. Sie sollen gut funktionieren, nicht abfärben und nach dem Trocknen fixiert sein.
      Wie gut diese Produkte wirklich funktionieren und ob sie auf dem Kleber auch halten würden, vermag ich allerdings nicht zu sagen.
      Hier wäre ein Beispiel für eine solche Farbe:
      https://amzn.to/2DNvkwA
      Tendenziell würde ich aber bei einem strukturierten Stoff eher zu Sprühfarben tendieren, um die Oberfläche des Stoffes nicht zu sehr zu verkleben.
      Wenn tatsächlich auf Kleber gemalt werden muss, wäre wahrscheinlich eine Art Acrylfabe besser geeignet, die auch auf glatten Oberflächen hält. So etwas in der Art vielleicht: https://amzn.to/2VPcH5X
      Sie muss aber unbedingt abriebfest sein.
      Denn bedenke bitte immer, dass die Gefahr des Abfärbens besteht, wenn man sich auf einen solchen „Farbfleck“ setzt – auch wenn die Farbe vermeintlich getrocknet ist. So kann man sich ganz schnell noch seine Lieblingskleidung einsauen!
      Außerdem könnte das erzielte Ergebnis vom gewünschten massiv abweichen, weswegen man einen Test an unauffälliger Stelle durchführen sollte.
      Ich wünsche dir trotzdem ganz viel Erfolg bei der Gestaltung deines Polsters.
      Deine Hugolinde von stoffe-bemalen.de

      • Niels Hufschmidt sagt:

        Hallo

        „Wenn zusätzlich allerdings noch Textilkleber über dem Stoff ist, wird die Farbe den Stoff gar nicht erreichen. Oder stelle ich es mir gerade falsch vor?“

        Genau, du stellst dir das richtig vor. 🙂
        Es handelt sich hierbei um meinen ersten Versuch und dabei sind mir leider ein paar Stellen des Stoffes eingerissen, die ich mit Kleber fixiert habe um weiteres Ausreißen zu verhindern. Da diese Stellen sehr unschön aussehen, versuche ich sie irgendwie unauffälliger zu bekommen, indem ich sie farblich zumindest an den restlichen Stoff angleichen will.
        Ob die Farbe nun den Stoff verklebt oder nicht ist in dem Fall egal, da der Kleber das ja auch schon getan hat.

        Danke für deine Tipps, jetzt muss ich nur noch den passenden blauton finden. 🙂

        Beste Grüße
        Niels

        • Hugolinde sagt:

          Hallo Niels,
          ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du eine passende Farbe findest und das Ergebnis hinterher deinen Vorstellungen entspricht. 😊
          Ansonsten: Probieren geht über Studieren. Die Erfahrungen, die du jetzt sammelst, werden dir spätestens beim nächsten Projekt mit Sicherheit weiterhelfen.
          Frohes Schaffen und gutes Gelingen,
          deine Hugolinde von stoffe-bemalen.de

  3. Malte sagt:

    Hallo,
    erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für diese wunderbare Seite die sehr viele meiner Fragen zum Textilmalen beantwortet hat 🙂

    Demnächst möchte ich einen kleinen Textilmalworkshop anbieten und bin zur Zeit dabei die dafür nötigen Materialien zu besorgen. Ich bin dabei auf dieses Angebot gestoßen: https://www.kunstpark-shop.de/stofffarbe-set/xxl-set-textile-color-fuer-dunkle-textilien-12-x-250-ml.html
    Ich wollte mich da erkundigen, ob Du vielleicht mit diesem Farbhersteller irgendwelche Erfahrungen gesammelt hast? Mir ist es sehr wichtig, dass die Farben nach dem Fixieren auch lange halten, so dass die Teilnehmer an dem Workshop lange Freude an ihren (100% Baumwolle ;)) Textilien haben werden.
    Das oben genannte Angebot für Farben die auch auf dunklen Textilien angewendet werden können erscheint extrem günstig (zum Vergleich, 13 x 50ml Textilfarben von Javana die für dunkle Textilien geeignet sind kosten dort 61,02 €, so dass man bei 12x 250ml für 69,99€ ja wirklich deutlich günstiger wegkommt).
    Weißt Du zufällig ob es da einen Haken gibt und die Farben dieses Herstellers qualitativ deutlich unter denen von Javana oder Marabu liegen?
    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße
    Malte

    • Hugolinde sagt:

      Hallo Malte,
      zunächst einmal freut es mich sehr, wenn ich dir mit meiner Seite schon weiterhelfen konnte. 😊 Stoffmalerei ist einfach ein tolles Hobby und wenn du deine Erfahrungen an andere weitergibst, ist das eine super Sache! Viel Erfolg schon mal für deinen Workshop.

      Von diesem Hersteller habe ich tatsächlich mal eine – eins ist vielleicht nicht unbedingt DIE repräsentativste Größe aber naja 😊– Farbe zum Ausprobieren gekauft. Es handelt sich dabei um 50ml Brilliant Green Solid.
      Das, was ich bisher mit dieser Farbe bemalt habe, gefällt mir gut. Die Solid Variante (für dunkle Stoffe – im Gegensatz zu „Basic“ für helle Stoffe) deckte auch ziemlich gut und nach einigen Wäschen ist noch kein Unterschied zu den Farben der anderen Hersteller erkennbar. Ansehen kannst du dir die Farbe in der Bilderstrecke des Freizeitshirts – der grüne Rock ist mit dieser Farbe gemalt.

      Die Preisunterschiede hängen natürlich auch immer ein wenig mit der Gebindegröße zusammen. Sets für Schul- oder Kindergartenbedarf sind oft von weniger bekannten Herstellern, die dann weniger Geld in Marketing und Werbungskosten investieren müssen. Auch das erklärt niedrigere Preise. Nimmst du größere Flaschen von bspw. Marabu oder Javana, dann werden auch diese im Verhältnis zu den kleinen günstiger.
      Aber der Preis für dieses Set ist natürlich spitze, da gebe ich dir Recht. Ich denke, dass diese Farben gut funktionieren sollten.

      Denk nur bitte an das Auswaschen der Appretur vor dem Malen: Ich selbst habe auch mal einen Workshop zum Stoffmalen besucht und jeder brachte dafür eigene Textilien mit. Die meisten Sachen waren noch original verpackt und damit natürlich ungewaschen – viele Motive waren dann nach der ersten Wäsche gänzlich verloren! Das war sehr ärgerlich und schade.

      Viel Spaß und gutes Gelingen bei deinem Workshop und allen weiteren Stoffmalarbeiten.
      Deine Hugolinde von stoffe-bemalen.de

  4. Malte sagt:

    Ganz vielen lieben Dank für die schnelle Antwort Hugolinde 🙂
    dann werden wir es wohl mal mit den Farben probieren.
    Das vorherige Auswaschen der Appretur ist beispielsweise einer der Punkte die ich von Deiner schönen Seite bereits mitgenommen (und an interessierte Teilnehmer an dem Workshop weitergegeben habe), ebenso wie den möglichst hohen Baumwollanteil der zu bemalenden Textilien. Ich werde da nur noch mal herausfinden müssen ob das Waschmittel, das ich normalerweise verwende ein Weichmacher enthalten ist, der Probleme bereiten könnte (die Packung schweigt sich darüber leider aus).

    Mir fällt gerade noch eine Frage ein. Hier hast Du ja den Tipp gegeben auf dunklen Stoffen mit weiß zu grundieren und darauf dann nach dem trocknen mit anderen Farben zu malen. Ist das Malen auf einer weißen Grundierung auch dann möglich, wenn diese nicht nur getrockent ist, sondern auch schon mit dem Bügeleisen fixiert wurde?
    Der Workshop den ich anbieten möchte wird wohl über mehrere Monate einmal im Monat stattfinden und ich könnte mir vorstellen, dass jemand da über mehr als einen Termin am gleichen Projekt arbeitet. Hat es auch allgemein (unabhängig von dem Tipp mit dem Grundieren) irgendwelche Nachteile, wenn noch nicht fertige Projekte schon zwischendurch fixiert und dann später fortgesetzt werden?
    Liebe Grüße
    Malte

    • Hugolinde sagt:

      Aber gerne doch 😊 Prima, dass du das mit der Appretur schon weitergegeben hast. Es ist immer besser, wenn man möglichst viele „Fehlerquellen“ vorab ausschließen kann.

      Ein normales Feinwaschmittel sollte normalerweise kein Problem darstellen. Man sollte halt nur beim ersten Vorwaschen auf den Weichspüler verzichten, da er sonst ähnlich wirken könnte, wie die Appretur und ein Aufnehmen der Farbe verhindern könnte.

      Zum Grundieren: Diesen Trick muss man eigentlich nur anwenden, wenn man nicht ausreichend Farben für dunkle Stoffe hat. Die Farben, die du ausgesucht hast, sollten ohne Grundierung auskommen. Ansonsten ist die Frage mit dem Zwischendurch-Fixieren relativ schwer zu beantworten. Normalerweise würde ich eher davon abraten. Wenn die untere Farbe endgültig „versiegelt“ ist, kann es sein, dass die obere nicht mehr so gut hält. Allerdings habe ich auch schon ältere Pullis ausgebessert, wenn sich doch mal Farbe gelöst hat und habe dabei natürlich auch über die bereits fixierte Farbe gemalt. Das ging dann auch. In der Beziehung verhalten sich leider auch nicht alle Farben und Textilien gleich. Bei manchen geht es gut, bei manchen nicht.

      Wenn du bis zum Start des Workshops noch etwas Zeit hast, könntest du ja einige der Dinge schon einmal ausprobieren. Ansonsten startest du mit einer Experimentierstunde, in der alle diese Dinge ausprobiert werden können. 😊

      Das mit der längeren Dauer sollte auch kein Problem sein. Meine Projekte liegen manchmal auch über Wochen auf meinem Schreibtisch, ehe ich fertig werde. Ich würde immer nur darauf achten, dass ein „Abschnitt“ an einem Termin soweit fertig wird. Mitten in einer Farbfläche aufhören ist nicht so schick. Das sieht man mitunter hinterher.
      Was ich mit Abschnitten meine, kannst du in meinen Bilderstrecken grundlegend ganz gut sehen: An den Stellen, wo ich den Pinsel aus der Hand lege und ein Foto mache, kann ich normalerweise auch gut eine Pause von unbestimmter Dauer machen. 😊

      Ich würde bei diesen Pausen zwischendurch auch nicht bügeln. Getrocknet halten die Farben auch schon einiges aus. Und solltet ihr Kopierpapier für die Konturen nutzen, werden diese beim Bügeln verschwinden. Also lieber nur trocknen lassen und beim nächsten Mal weiter machen.
      Berichte doch mal, wie es dann bei deinem Workshop so läuft, das würde mich wirklich interessieren 😊
      Deine Hugolinde

  5. Malte sagt:

    Hallo Hugolinde,
    vielen Dank für Deine Tipps und entschuldigung dafür, dass ich mich erst so spät wieder melde. Es hatte noch einige Unsicherheiten gei unserer Gruppe gegeben durch die das Stattfinden des Workshops etwas auf der Kippe stand. Jetzt ist es aber endgültig sicher. Ich habe die bestellung für die Farben rausgeschickt und hoffe vor dem Treffen (am 6. Juli) ein bisschen Probemalen zu können, damit ich während des Workshops ein bisschen Praxiserfahrung weiter geben kann.
    Ein gewisser Unsicherheitsfaktor ist, dass unser Treffen unter freiem Himmel stattfinden wird, so dass der Workshop im Falle von drohendem Niederschlag oder heftigem Wind verschoben werden könnte (aber wir treffen uns jeden Monat, so dass es wenn nur ein Aufgeschoben, kein Aufgehoben wäre). Ich habe vor noch eine größere Menge Wellpappe zu besorgen um die zu bemalenden Textilien darauf zu befestigen.
    Bei unseren Treffen wird immer auch fotografiert, so dass es auf jeden Fall auch Bilder von dem Workshop und den dort bemalten T-shirts etc. geben wird. Da wir Bronies (Fans der Zeichentrickserie My Little Pony) sind ist bei den Motiven mit einem hohen Anteil an Figuren aus der Serie oder von selbst erdachten Einhörnern, Pegasi, Greifen etc. zu rechnen 😉

    • Hugolinde sagt:

      Oh, malen unter freiem Himmel ist ja auch mal eine schicke Idee. 😊 Dann drück ich auf jeden Fall alle Daumen, dass das Wetter hält.
      Bei den Gedanken, die du dir vorab machst, sollte ja eigentlich alles gut gehen. Und die „My little Pony“ Motive eignen sich im Prinzip ganz besonders gut zum Stoffmalen: Nicht zu kompliziert für Anfänger, aber mit sehr viel individuellem Gestaltungspotenzial für Geübtere Maler.
      Vielleicht wären dünne (Sperr-)Holzplatten sonst noch eine gute Alternative zum Zwischenlegen? Ich persönlich arbeite nur noch mit einer dünnen, aber stabilen Holzplatte. Wellpappe könnte eventuell etwas instabil sein?! Das kommt aber natürlich auf die persönlichen Vorlieben an. 😊
      Je mehr du vorab ausprobieren kannst, desto besser. Und für alles andere handhabe ich es gerne wie Bob Ross: „We don’t make mistakes – just happy little accidents!“ 😉

      • Malte sagt:

        Hallo Hugolinde,
        gestern habe ich sozusagen mein Probeshirt bemalt um ein bisschen Erfahrung für den Workshop am kommenden Samstag zu machen (laut Wetter vorhersage soll es trocken bleiben und ich hoffe nur dass der Wind nicht zum Problem wird).
        Mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden. Es hat richtig viel Spaß gemacht und ich habe mich bemüht bei dem Shirt möglichst eine Reihe von verschiedenen Techniken auszuprobieren. Hier ist das Ergebnis: https://www.deviantart.com/malte279/art/Leafhelm-Shirt-804198342?ga_submit_new=10%3A1562150028
        Ich kenne jetzt auf jeden Fall noch ein paar Ratschläge die ich den Teilnehmern beim Workshop am Samstag vorher mitgebe (z.B. bringt mehr Wäscheklammern mit, davon kann man nicht zu viele haben ;-)).
        Dünne Sperrholzplatten sind sicherlich die bessere Einlage beim malen und ich werde auch da allen Teilnehmern noch mal Bescheid geben dass sie falls sie Speerholzplatten haben diese am besten mitbringen sollen. Die Wellpappe habe ich da vor allem aus Kostengründen gewählt. Prinzipiell klappt es mit ihr auch ganz gut, aber ich denke dass erstens das übertragen der Vorzeichnung mit Kopierpapier mit einer unnachgiebigen Holzplatte als unterlage sehr viel besser funktioniert und beim malen selber können eventuelle Knicke in der Pappe unschöne (aber zum Glück meist korrigierbare) Spuren hinterlassen.
        Ganz vielen lieben Dank für all Deine Hilfe. Deine Website zu dem Thema ist wirklich klasse und ich werde die allen Teilnehmern auch noch mal zur Lektüre empfehlen.

        • Hugolinde sagt:

          Hey Malte,
          ja wie gut sieht das denn bitte aus?! 😊 Für ein „Probestück“ wirklich mehr als gelungen. Besonders die Farbverläufe am Helm und die Effekte bei der Hintergrundlandschaft gefallen mir. Besser hätte ich es auch nicht hinbekommen.
          Das mit den Kostengründen kann ich natürlich absolut nachvollziehen. Wenn die Teilnehmer etwas mitbringen können, würde das auf jeden Fall entlasten. Ansonsten kann sich ja jeder nach dem ersten Treffen auch nochmal Gedanken machen, was noch optimiert werden kann. Vielleicht hat man noch andere Bretter zuhause, die man verwenden kann. Die besten Ideen dazu ergeben sich eh meist beim Tun.
          Vielen Dank nochmal für dein Lob und die lieben Worte. Wenn ich mit meinen Tipps und Erfahrungen weiterhelfen kann, freut mich das immer ganz besonders. 😊
          Die Daumen fürs Wetter sind gedrückt und ich freue mich schon, wenn ich vielleicht das ein oder andere Ergebnis sehen darf 😊 Habt ganz viel Spaß und genießt den Workshop.

          • Malte sagt:

            Hallo Hugolinde,
            sorry dass ich mich jetzt erst wieder melde. Leider hatten die meisten vergessen sich zum Workshop Hemden o.ä. mitzubringen, so dass am letzten Samstag nur ein Hemd angefangen, aber noch nicht fertiggestellt wurde.
            Den Workshop werde ich aber an den ersten Samstagen der Monate bis einschließlich Oktober anbieten und hoffe, dass dabei noch ein paar Bilder zustandekommen.

          • Hugolinde sagt:

            Hallo Malte,
            ach, das ist ja schade, wenn so viele ihr Material nicht mithatten. Aber ich bin mir sicher, ihr habt die Zeit dann anderweitig sinnvoll genutzt. Vielleicht hast du ja schon ein wenig Theorie mit auf den Weg geben können?! 😊 Fürs nächste Mal wissen dann hoffentlich alle bescheid und es kann richtig losgehen. Nicht entmutigen lassen! 😊
            Deine Hugolinde

  6. Malte sagt:

    Keine Sorge, entmutigen lasse ich mich da nicht und ich hatte selber auch viel zu viel Spaß beim Textilmalen als dass ich es bei dem einen T-Shirt belassen würde (einen Entwurf für ein kommendes Shirt habe ich auch schon fertig) 😉
    Das erste T-Shirt hat mittlerweile seinen ersten Waschgang (natürlich auf Links gezogen) hinter sich und hat ihn alles in allem auch gut überstanden. Es gab kleinere Risse in dem schwarz der Augen, vor allem an solchen stellen, wo schwarz auf der weißen Grundfarbe war. Es ist nichts dramatisches, aber ich versuche trotzdem noch mal, ob man die Augen mit etwas schwarzem textilstift wieder herichten kann.
    Ganz allgemein inspiziere ich das erste Shirt auch noch mal sehr genau um darauf zu achten, wo man bei kommenden Shirts noch was verbessern kann.
    Hier und da gibt es bei mir noch kleinere Lücken zwischen den Konturen und den Farbflächen, so dass ich da beim nächsten mal mehr drauf achten werde. Du hast ja den Ratschlag gegeben, dass man die Konturen zuerst malen und anschließend ausfüllen sollte (was ich auch gemacht habe und was mir auch durch die von anfang an klar ersichtliche Grenzlinie einfacher erscheint). Vielleicht muss ich da beim nächsten mal am ende noch einmal ganz eng entlang der Umrisslinien nachmalen und (falls ich dabei teile der Umrisslinien übermale) diese anschließend noch mal nachziehen.
    Gehört übrigens der Arm in dem Beispielbild für Lücken durch ausbaufähige Maltechnick auf der Seite Das A und O des Stoffmalens zu Findus aus den Büchern vom alten Peterson? 😀
    Am letzten Wochenende dieses Monats gibt es eine große Brony Convention in Ludwigsburg, bei der ich ein kleines Panel über die ganzen verschiedenen Basteleien mache die ich so erstellt habe mit Tipps für alle die sich vielleicht auch mal daran versuchen möchten. Sehr wahrscheinlich werde ich da auch ein bisschen was zu Textilmalerei sagen.
    Liebe Grüße
    Malte

    • Hugolinde sagt:

      Hey Malte,
      es kommt auch bei mir manchmal vor, dass sich Farbe bei manchen Shirts oder Pullovern löst. Warum genau das passiert, habe ich bisher leider auch noch nicht ergründen können. Da es nicht immer und auch innerhalb eines Motives nur an bestimmten Stellen vorkommt, ist es mehr ein Rätselraten.
      Leider können wir bei den gekauften Textilien nie genau wissen, wie sie wirklich behandelt wurden. Ist während der Produktion zu viel Appretur in den Stoff gekommen? Oder irgendein anderes Lösungsmittel? Etwas Öliges? Etwas, dass man nicht mehr sieht, aber die Stoffmalfarbe hindert, in den Stoff zu gelangen?
      Ich weiß genau, was du meinst und es kann echt ärgerlich sein. Wenn es zu auffällig ist, versuche ich solche Stellen auch zu reparieren. Bei manchen Textilien wird die Farbe aber an derselben Stelle immer wieder verschwinden. Ein Beispielfoto habe ich ganz unten auf S.O.S – Hilfe, mein Shirt ist im Eimer nachträglich eingefügt.
      In seltenen Fällen verträgt sich auch die Stoffmalfarbe nicht mit dem Stoff. Da benutze ich für ein Motiv drölf Farben, aber Farbe X will einfach nicht halten. So etwas ist leider nur sehr schwer vorherzusehen.
      Das mit den Konturen habe ich im Laufe der Jahre für mich so festgestellt. 😊 Je mehr Übung man entwickelt, desto besser gelingt das Ganze. Es ist ja auch immer die Frage, wie kritisch man mit sich selbst ist. 😉 Ich sehe bei meinen Bildern auch immer die kleinsten Unregelmäßigkeiten, die sonst niemandem auffallen – auf Entfernung schon mal gar nicht. Aber ich möchte es halt wirklich „ordentlich“ haben.
      Ja, der Arm gehört tatsächlich zu Findus. 😊 Gutes Auge! Die Bilderstrecke zu dem Shirt ist auch schon in Arbeit. Da hab ich es einfach mal andersherum ausprobiert und wieder mal festgestellt, dass es nicht so gut aussieht. Bei weniger feinen Konturen geht es, erst innen, dann außen zu malen. Je filigraner es wird, desto weniger kann man mit den Konturen die ausgefransten Ränder „überdecken“.
      Ich hab mich mal ein bisschen durch deine Arbeiten geklickt: Sehr beeindruckend, vor allem die Vielzahl an unterschiedlichen Techniken! 😊 Ich bin mir sicher, dass du da auf der Convention dem einen oder anderen auf jeden Fall weiterhelfen kannst. Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß!
      Deine Hugolinde

  7. Malte sagt:

    Hallo Hugolinde 🙂
    gestern habe ich noch ein T-Shirt fertig gemalt und heute morgen fixiert (noch rechtzeitig um es bei der Convention am Wochenende einzuweihen 😉 ). Ich habe es mal mit für meine Verhältnisse breiten Umrisslinien versucht.
    https://www.deviantart.com/malte279/art/Multi-Purpose-Shirt-806769112
    Bei der Convention habe ich auch ein kleines Panel bei dem ich versuchen werde möglichst viele merin verschiedenen Arten von Fanart vorzustellen. Wenn ich es zeitlich schaffe die Textilmalerei mit rein zu nehmen (was ich hoffe) werde ich auf jeden Fall auf Deine Webseite aufmerksam machen; für mehr Tipps als ich in der kurzen (maximal 60 Minuten) Präsentation werde unterbringen können 😉
    Liebe Grüße und vielen Dank für alle Tipps,
    Malte

    PS: Ich halte Dich auf jeden Fall auf dem Laufenden wenn bei kommenden workshops mal was wirklich gemalt wird 🙂

    • Hugolinde sagt:

      Hallo Malte,
      wow – und ich erzähl immer was von „man braucht schon ein bisschen Übung, bis die Motive richtig gut aussehen“. 😊 Bei dir geht es definitiv schneller. 😉 Die breiteren Konturen sehen in diesem Fall echt gut aus und es passt auch, dass sie nicht Tiefschwarz sind – so fügen sie sich weicher ins Motiv ein. Sehr schön. 😊
      Bei der Vielzahl an Fanarts, die ich bei dir gesehen habe, könntest du bestimmt eine eigene Convention unterhalten. Alles zu zeigen und zu erklären – das wird in einer Stunde sicherlich schwierig. Es gibt ja zu jedem einzelnen Thema schon so viel zu sagen. Wenn der ein oder andere danach mal hier vorbeischaut, würde mich das natürlich sehr freuen, aber fühle dich nicht genötigt. 😊 Wenn es passt, dann passt es – wenn nicht, nicht.
      Hab ganz viel Spaß und genieß das tolle Sommerwetter. Auf deine weiteren Berichte bin ich sehr gespannt.
      Deine Hugolinde

  8. Katrin Förster sagt:

    Ahoi liebe Hugolinde 🙂
    Danke für die Zusammenstellung der vielen Infos!!!
    Ich bin eine Meerjungfrau. Und auch ich brauche hin und wieder ein neues Outfit.
    Ich würde gern schwarzen Bikinistoff mit Lila-Gitter bemalen (Gräten auf die Fluke). Hast du da einen Tipp? Die letzten Versuche waren nicht so richtig bei mir, da viele Farben nur 20% Kunstfaser zulassen.
    Glg Katrin

    • Hugolinde sagt:

      Ahoi Meerjungfrau Katrin 😊
      Leider kann ich dir bei deinem Problem keinen wirklich hilfreichen Tipp geben. Wie du schon richtig festgestellt hast, sind die allermeisten mir bekannten Stoffmalfarben nur für 20-30% Kunstfaseranteil ausgelegt. Alles darüber hinaus wird schwierig mit der Haltbarkeit.
      Einige Textilstifte halten auch auf Polyester-Stoffen (zumindest sollen sie das laut Herstellern), aber diese sind dann meist nur für helle Stoffe und eine Variante mit Lila-Glitter ist mir da leider auch noch nicht untergekommen.
      Auch das Fixieren der Farben auf solchen Stoffen wird ein Problem werden, da sie meist nicht gebügelt werden dürfen – geschweige denn eine Runde im Backofen überleben würden.
      Ansonsten hilft wirklich nur ausprobieren auf einem Probestück Stoff. Manchmal halten einige Farben überraschenderweise doch besser, als gedacht.
      Ich wünsche dir trotzdem weiterhin viel Spaß beim Testen und hoffe, dass du für dich eine praktikable Lösung finden kannst. 😊
      Liebe Grüße, deine Hugolinde von stoffe-bemalen.de

  9. Vanessa sagt:

    Hallo 🙂 Ich würde gerne ein Polster eines Stuhls bemalen und schwanke zwischen der hier genannten Textilfarbe (flüssig) und Acrlyfarbe. Daher die Frage, ob sich Textilfarbe hierfür eignen würde oder nicht und wie sich der Stoff danach anfühlt. Bei Acyrlfarbe habe ich gelesen, dass der Stoff hier etwas hart wird – aber noch ok um darauf zu sitzen – wie verhält es sich mit Textilfarben?
    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen 🙂

    • Hugolinde sagt:

      Hallo Vanessa 😊
      Zunächst einmal kommt es ganz darauf an, aus was für einem Stoff das Stuhlpolster ist. Wenn du einen hohen Baumwollanteil vermuten kannst und es sich nicht um eine Art Samtbezug oder so etwas in der Richtung handelt, würde ich persönlich immer zu Stoffmalfarben greifen.
      Zwar kann man Acrylfarben meist ganz gut mit etwas Wasser verdünnen, dass sie nicht ganz so steif werden, doch wirklich optimal ist es meist nicht. Außerdem lassen sie sich nicht fixieren, wie Stoffmalfarben. Ich würde bei Acrylfarben meine Hand nicht ins Feuer legen, dass sie dann später trotz Trockenzeit nicht abfärben. Stoffmalfarben haben nach dem Fixieren bei mir noch nie abgefärbt.
      Trägt man die Textilfarbe nicht in dicken Schichten auf, verändert sich die Oberfläche des Stoffes kaum. Gerade Farben für helle Stoffe ziehen für gewöhnlich so gut in den Stoff ein, dass man wenig bis gar keinen Unterschied zum unbehandelten Stoff fühlt. Opakfarben – also die für dunkle Stoffe – liegen zwar eher auf dem Stoff auf, sind aber von der Haptik maximal so „fest“, wie ein bedrucktes Shirt. Also zum darauf Sitzen absolut geeignet. 😊
      Wenn es möglich ist, würde ich einen Test an versteckter Stelle durchführen, um das Ergebnis abschätzen zu können.
      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und wünsche viel Erfolg beim Stuhl-Upcycling. 😊
      Deine Hugolinde von stoffe-bemalen.de

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