Schablonieren mit Stoffmalfarben

Schablonen und Stoffmalfarbe - Stoffe selbst bemalenWer sich selbst für weniger kreativ hält, aber nicht auf selbstbemalte Kleidung verzichten will, für den sind Schablonen ein famoses Werkzeug.

Ich selbst habe bisher noch nicht wirklich mit Schablonen gearbeitet, da ich mit „meiner Methode“ des Stoffmalens – das A und O des Stoffmalens – bestens zurechtkommen. Für mich ergab sich quasi noch keine Notwendigkeit, anderweitig nachzuhelfen.

Aber um nun mal einen ausführlichen Erfahrungsbericht zu diesem Thema abgeben zu können, musste ich es natürlich auch ausprobieren. Und was soll ich sagen: Wenn man die Kniffe und Tücken kennt, dann ist das Schablonieren eine prima Sache, die sogar richtig Spaß machen kann.

Als Testobjekt diente mir eine Schablone aus Kunststoff , die mir – mitsamt der Stoffmalfarben Textilsprühfarben Textilmarkern  und Stupfpinseln  – freundlicherweise von der Firma Ideen mit Herz kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Das Motiv der Schablone ist ein freches Lama.

Da ich ohnehin noch einen orangefarbenen Baumwollbeutel  herumliegen hatte, war schnell klar, welchen Platz das Lama bekommen sollte.

Schablonieren mit Stupfpinsel und Textilmalfarbe

Stoffe mit Schablonen bearbeiten - Stoffe bemalen

Stupfpinsel sind zum Schablonieren bestens geeignet

Der erste Test sollte mit Stoffmalfarbe und Stupfpinseln stattfinden.

Stupfpinsel sind zumeist besonders feste Rundpinsel aus Borsten oder auch Schaumstoff. Es können auch andere Materialien verwendet werden, diese sind aber seltener.

Stupfpinsel eignen sich bestens zum Schablonieren, da man mit ihnen die Farbe senkrecht auftupfen – man sagt auch „stupfen“ – kann und sie nicht unter die Schablone reibt.

Die Vorbereitungen zum Schablonieren

Schablonieren mit Stoffmalfarbe - Stoffe bemalen

Ein dünnes Brett im Beutel verhindert ein Durchdrücken der Farbe

Im Prinzip unterscheiden sich die Vorbereitungen der unterschiedlichen Techniken wenig voneinander.

Wie bei allen anderen Maltechniken mit Stoff sollte zunächst ein dickes Stück Pappe oder noch besser ein dünnes Brett zwischen die Stofflagen geschoben werden, um ein Durchdrücken der Farbe zu verhindern.

Der Stoff selbst sollte frei von Falten und Fusseln und selbstverständlich einmal appreturfrei gewaschen sein. Nur so kann die aufgebrachte Farbe auch nach dem Fixieren im Stoff halten.

Die Schablone sollte unbedingt am Stoff fixiert werden

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Zum Fixieren der Schablone kann man spezielle Haftsprays verwenden – oder Malerkrepp

Wo jetzt bei „meiner Technik“ das Übertragen des Motivs auf dem Plan stünde, wird hier nun einfach die Schablone auf den Stoff gelegt.

Es gibt spezielle Haftsprays , die man verwenden kann, um die Schablone an jeder Stelle am Stoff zu fixieren. So soll keine Farbe darunter laufen können.

Für meinen Test hatte ich ein solches Spray nicht und muss sagen, bei zwei von drei Versuchen war das auch nicht tragisch.

Beim dritten Versuch kann ich schwer sagen, ob das Spray wirklich geholfen hätte. Da die Farbe unter die Schablone gelaufen ist und vom Stoff regelrecht aufgesaugt wurde, fürchte ich, hätte auch eine fixierte Schablone weniger geholfen.

Ich habe meine Schablone also „nur“ mit Malerkrepp an den Ecken fixiert und auf ein sauberes Aufliegen geachtet.

Die Stupfpinsel und Farben standen bereits bereit. Von der Geschwindigkeit und dem Ergebnis des folgenden Arbeitsschrittes war ich restlos begeistert.

Das Schablonieren selbst

Die Stoffmalfarbe kam direkt aus dem Tiegel auf den Pinsel und wurde direkt aufgestupft.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Der Stupfpinsel passte genau in den Farbtopf

Schanlonieren mit Stoffmalfarbe

Der Stupfpinsel muss gar nicht voller Farbe sein – dieses Bisschen reicht schon aus.

Mit der anderen Hand konnte ich die Schablone an der ein oder anderen Stelle etwas herunterdrücken, damit keine Farbe darunter kommen konnte.

Damit das Lama ein bisschen mehr Plastizität bekommt, habe ich unterschiedliche Farben verwendet. Das ist beim Schablonieren auch gar kein Problem – zumindest bei den Stoffmalfarben und den Stupfpinseln nicht.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Benutzt man kein Haftspray, empfiehlt es sich, die Schablone mit der anderen Hand herunterzudrücken. So kann man das Herunterlaufen von Farbe vermindern.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Durch das Verwenden unterschiedlicher Farben erhält das Lama mehr Ausdruck

Zugegeben – man kann leider nicht ganz so filigran arbeiten, wie mit einem normalen Haarpinsel.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Man kann mit dem Stupfpinsel nicht ganz so fein Arbeiten – was in diesem Fall aber nicht schlimm ist

Es kommt durchaus vor, dass man an der einen oder anderen Stelle über den Bereich malt, der angemalt werden sollte.

Aber das macht in diesem Fall die Schablone auch wieder aus. Es ist nicht schlimm und kann sogar zum Effekt des fertigen Motivs beitragen.

Trotzdem ließen sich die Textilfarben in der Regel gezielt da aufbringen, wo ich es haben wollte.

So konnte der Schriftzug „Cool Lama“ eine andere Farbe bekommen, als das Lama.

Das Schablonieren verbraucht mehr Farbe, als normales Malen

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Die richtige Dosierung zu finden, bedarf einiger Übung – schnell landet auch mal Farbe an den Fingern

Was mir während des Malens allerdings auffiel, war die Tatsache, dass ich mehr Farbe benötigte, als wenn ich anders male.

Außerdem landet viel mehr Farbe auf der Schablone und den Fingern und ist damit „verschwendet“.

Man kann die Menge an Farbe, die schlussendlich auf dem Stoff landet, auch schwerer dosieren und einschätzen.

Man möchte ein gleichmäßiges Ergebnis erhalten, kann aber mit Schablone nur schwer erkennen, ob schon überall genug Farbe ist oder womöglich schon viel zu viel.

Hier braucht man etwas Übung und muss gegebenenfalls im Nachhinein noch vorsichtig etwas Farbe entfernen.

Zu dick aufgetragene Farbe sieht nämlich nicht nur nicht so schön aus, sie kann beim Waschen auch leichter bröckeln.

Die Schablone sollte immer entfernt werden, solange die Farbe noch feucht ist

Schablonieren mit Stoffmalfarben

Die Schablone sollte abgezogen werden, solange die Farben noch feucht sind. So verhindert man ein Einreißen der Stoffmalfarbe.

Nach dem Stupfvorgang – der nicht mal 10 Minuten dauerte – sollte die Schablone im noch feuchten Zustand vom Stoff entfernt werden.

Wartet man, bis die Farbe trocken ist, so kann sie beim Abziehen reißen.

Es ist wie beim Wändestreichen mit den Kreppkanten: Auch diese sollten im feuchten Zustand abgezogen werden.

Das Abziehen der Schablone ging auch wirklich leicht und das Ergebnis hat mich wirklich überrascht: Mit minimalem zeitlichem Aufwand ist hier ein wirklich schönes, sauberes und akkurates Motiv entstanden.

Hätte ich dieses Motiv so gemalt, wie ich es sonst mache, hätte ich deutlich länger gebraucht.

Der Zeit-Ergebnis-Faktor ist also bei dieser Methode absolut unschlagbar.

Beflügelt von diesem tollen Ergebnis wollte ich gleich das nächste Medium ausprobieren: Textilsprühfarben. Also wartete ich, bis die Vorderseite des Einkaufsbeutels getrocknet war, und machte mich dann an die Rückseite.

Allerdings kam hier dann das böse Erwachen.

Schablonieren mit Textilsprühfarben

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Schablonieren mit Textilsprühfarben – ob das gut gehen wird? Spoiler: Nein!

Tja, was soll ich sagen? Die Sprühfarben und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. 😊

Es mag ja durchaus sein, dass sie ihre Berechtigung haben und der ein oder andere mit ihnen gut umgehen kann.

Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und ihnen nur bedingte Eignung für das Schablonieren zusprechen.

Vorbereitungen für das Schablonieren mit Sprühfarben

Im Gegensatz zum Schablonieren mit Textilfarben und einem Stupfpinsel sollte man bei den Sprühfarben lieber alles – und wenn ich alles schreibe, dann meine ich WIRKLICH ALLESvorher abdecken.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen - Textilsprühfarben

Man kann versuche, das Dosieren vorab zu üben – ob das hilft, ist eine andere Sache….

Ansonsten passiert das, was mir passiert ist: Die Farbe landet überall, nur nicht da, wo sie eigentlich hinsollte.

In diesem Fall wäre das Haftspray vielleicht tatsächlich hilfreich gewesen. Allerdings befürchte ich, dass das nur in Teilen der Fall gewesen wäre.

Da die Sprühfarbe so wahnsinnig flüssig ist, saugt der Baumwollstoff sie quasi sofort auf. So zieht er sich die Farbe auch ohne Wenn und Aber unter die Schablone.

Außerdem ist die Dosierung mit den Sprühfarben alles andere als einfach.

Wenn man anstrebt, einen feinen Sprühnebel zu bekommen, dann tropft und kleckst es mehr so vor sich hin. Möchte man Flächen komplett farbig haben, dann verteilt sich ein feiner Sprühnebel noch über die gesamte Nachbarschaft.

Dazu kommt dann leider noch, dass die Farben ab und zu aus den Düsen tropfen und an ungünstigen Stellen landen.

Präzises Arbeiten? – Nicht mit Textilsprühfarben

Schablonieren mit Stoffmalfarbe - Textilsprühfarbe

Genau so hatte ich mir das vorgestellt… Nicht!

Auch ist punktuelles Auftragen an einer Stelle – bei mir wären das z.B. die Augen des Lamas gewesen – kaum möglich.

Sicherlich hätte ich hier noch mit mehr Abdecken arbeiten können, aber dann wäre aus meiner Sicht auch die Simplizität des Schablonierens dahin gewesen.

Muss ich erst viel Aufwand betreiben, wähle ich persönlich lieber eine andere Technik.

Insgesamt war ich also beim Einsatz der Sprühfarben etwas unzufriedener.

Wenn man nicht aufpasst, hat man schnell eine riesen Sauerei

Man kann auch schön erkennen, dass am Ende so viel Farbe auf der Schablone ist, dass es kaum möglich gewesen wäre, sie unfallfrei vom Stoff abzuziehen.

Die flüssige Stoffsprühfarbe stand praktisch in Lachen auf der Schablone. Ich musste sie erst einmal behutsam abtupfen, um überhaupt weiter machen zu können.

Schablonieren mit Stoffmalfarbe - Stoffe bemalen

Die Sprühfarbe steht in Lachen auf der Schablone und ist auch massiv darunter gelaufen, bzw. in den Stoff eingezogen.

Schablonieren mit Stoffmalfarbe - Stoffe bemalen - Textilsprühfarbe

Hätte ich die Farbe nicht vor dem Abziehen mit Küchenkrepp abgetupft, wäre noch mehr verlaufen

Nach dem Abziehen der Schablone kam dann auch leider mehr das pure Chaos zum Vorschein. Die Farbe ist viel zu flüssig gewesen und der Stoff hatte sie fast überall gierig aufgesogen.

Dass überhaupt etwas vom Lama zu erkennen ist, grenzt an ein Wunder.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Textilsprühfarben

Ja nee, schön geht definitiv anders – das war wohl nix…

Um im Nachhinein das Motiv, dass nur mehr schlecht als recht zu erkennen war, zu retten, habe ich einfach noch Textilmarker hinzugezogen.

Nach dem ersten Trocknen habe ich die Schablone noch einmal angelegt und einige Konturen nachgezogen. Außerdem habe ich mit den Stiften noch ein paar Muster hinzugefügt. Jetzt sieht diese Seite der Tasche zwar mehr nach moderner Kunst aus, aber so kann ich einigermaßen damit leben. 😊

Ich habe halt nun eine Einkaufstasche mit zwei Gesichtern: die ordentliche Seite, wo alles an seinem Platz ist, und die durchgeknallte, die leicht schräg und ziemlich verrückt aussieht.

Je nachdem, was man haben möchte, kann man sich nun also für die eine oder andere Variante entscheiden.

Schablonieren mit Textilmarkern

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Mithilfe von Textilmarkern (Schrift und Muster am Rand) habe ich versucht zu retten, was geht. Jetzt ist es halt abstrakte, moderne Kunst… oder so – wieder eine Erfahrung dazu gewonnen!

Zwar habe ich kein ganzes Bild mit Schablone und Textilmarkern  angefertigt, aber ich habe sie mit eingebaut.

Dabei musste ich feststellen, dass auch die Verwendung von Stoffmalstiften mit einer Schablone durchaus gut funktioniert.

Beherzigt an die allgemeinen Umgangsformen mit den Stiften – wie nicht zu lange auf einer Stelle bleiben und möglichst senkrecht auf den Stoff halten, damit nichts unter die Schablone kommt – dann ist das Ergebnis durchaus ansehnlich. Mehr zu Textilmarkern kannst du im großen Textilmarkertest nachlesen.

Natürlich wirken die Farben weniger plastisch, als die aufgestupften Stoffmalfarben.

Aber gerade für minimalen Saukram sind die Stifte top. Außerdem sind sie eine kostengünstige Alternative, da man in der Regel in einem Set eine Menge Farben bekommt. Bei den anderen Stoffmalfarben braucht man gleich mehrere Tiegel.

Und gerade in meinem Fall, um die Konturen in dem Wischiwaschi in bisschen hervorzuheben, waren die Stifte klasse.

Schablonen selbst machen

Nachdem ich also für mich nun festgestellt hatte, dass mir das Ergebnis mit den aufgestupften Farben am besten gefiel, kam mein nächster Kritikpunkt an den Schablonen auf.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Für das Erstellen einer eigenen Schablone braucht es gar nicht viel

Die Schablone legt einen auf ein Motiv fest, dass einem möglicherweise gar nicht komplett zusagt oder man hätte gern ein eigenes gehabt.

Klar, Schablonen sind ja in erster Linie für diejenigen gedacht, die sich selbst weniger kreativ nennen würden. Die Festlegung auf ein bestimmtes Motiv kann sicherlich auch als Vorteil gewertet werden.

Aber nehmen wir nur mal an, man möchte für einen Verein oder eine Veranstaltung für mehrere Leute gleiche Shirts gestalten, die möglichst identisch aussehen, aber nicht zu viel Zeitaufwand kosten.

Für diesen Fall ist eine selbst erstellte Schablone das Ultimum!

Das Motiv muss selbstverständlich „schablonen-geeignet“ sein. Das bedeutet, dass es mehr oder weniger aus Konturen besteht und keine zu großen Flächen beinhaltet.

Für meine selbsterstellte Schablone habe ich eine Silhouette meines Hundes gewählt, die ich zuvor mit Inkscape selbst erstellt hatte.

Das Ganze wird anschließend ausgedruckt und laminiert.

Laminiergeräte  sind inzwischen ja sogar so günstig, dass man über die Anschaffung durchaus nachdenken kann.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Mit dem Cuttermesser wird die laminierte Vorlage ausgeschnitten – immer obacht mit der scharfen Klinge!

Man benötigt dann noch eine Schneidematte  und ein scharfes Bastel- oder Cuttermesser und kann sich dann ans Ausschneiden machen.

Mit dem Messer muss man natürlich sehr vorsichtig sein. Diese Technik ist auch nichts für Kinder. Um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollte man keine allzu dicke Laminierfolie wählen.

Zu filigran darf die Vorlage auch nicht sein, da man sonst nicht mehr genug Schablonenmaterial übrig hat. Ich habe bei meiner z.B. das Auge ausgelassen und nachher von Hand gemalt, da an der Stelle sonst zu wenig stehen geblieben wäre.

Der Hundekopf sollte anschließend auf eine Hose, ungefähr an die Stelle, wo der Hund auch sitzen würde. 😊

Meine Technik der Wahl waren die Stoffmalfarben und der Stupfpinsel.

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Das Motiv sollte auf dieses Hosenbein

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Meine Technik der Wahl waren Stupfpinsel und Stoffmalfarbe

Innerhalb weniger Minuten war das Motiv auch schon fertig.

Leider lief an zwei Stellen Farbe unter die Schablone. Dies konnte ich allerdings vorsichtig mit feuchten Q-Tipps beheben. Auch musste ich nach dem Abziehen der Schablone mit einem sauberen Pinsel ein bisschen Farbe entfernen, da die Schicht sonst zu dicht geworden wäre.

Schablonieren mit Stoffmalfarben

Auch hier muss die Schablone im feuchten Zustand entfernt werden.

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Zwei Stellen musste ich mit einem Wattestäbchen ausbessern.

Bei dunkeln Stoffen muss man gucken, dass genug Farbe auf den Stoff kommt, um vernünftig zu decken. Andererseits darf es auch hier nicht zu viel sein, um ein Bröseln zu verhindern.

Auch mit diesem Ergebnis war ich ziemlich zufrieden.

Schablonieren mit Textilfarben

Please insert Dog here – falls jemand fragt, wo der Hund hingehört 😊

Allerdings muss man bei der Arbeit mit den Schablonen immer damit rechnen, dass Farbe an einer oder mehreren Stellen unter die Schablone kommt und unschöne Nasen bildet. Das kann unter Umständen das ganze Motiv ruinieren.

Bei einem komplexen Motiv wie dem Lama fällt so etwas weniger auf. Bei meinem selbst erstellten, einfachen Bild allerdings schon. Man muss hier also gut abwägen, was einem wichtiger ist: Schnelle Ergebnisse oder ganz besonders saubere.

Der große Vorteil der Schablone ist einfach, dass man das Motiv immer und immer wieder gleich herstellen kann. Ansonsten ist ein so einfaches Motiv eben auch schnell gemalt.

Reinigung der Schablone

Schablonieren mit Stoffmalfarbe

Trotz Reinigung ließen sich nicht alle Farbrückstände vollständig entfernen…

Nach der Benutzung kann man die Schablone einfach unter fließendem Wasser reinigen. Soweit zumindest die Theorie.

In der Praxis war die Farbe leider relativ hartnäckig.

Auch mit Seife und einer Bürste ließen sich nicht alle Rückstände komplett entfernen.

Außerdem muss man bei der Reinigung sehr aufpassen – gerade bei komplexeren Schablonen, wie dem Lama – dass man keine Ecken umknickt.

Bei zu starkem Schrubben kann das leicht passieren und die weitere Verwendung der Schablone wird schwierig.

Nach dem Schablonieren muss die Stoffmalfarbe selbstverständlich noch trocknen und anschließend den Herstellerangaben nach fixiert werden. Mehr dazu liest du im Artikel Textilfarbe fixieren – so gelingt es.

Fazit zum Schablonieren

Ich für meinen Teil kann feststellen, dass ich das Schablonieren bisher zu Unrecht links liegen gelassen habe. Hat man eine schöne Schablone entdeckt oder ein Motiv, dass man selbst basteln möchte, ist es durchaus mal eine schöne Abwechslung.

Schablonieren mit Stoffmalfarben - Stoffe bemalen

Schablonen, Stupfpinsel und Stoffmalfarben passen in meinen Augen prima zusammen

Schablonieren mit Stoffmalfarben

Schablonen und Textilsprühfarben hingegen finden bei mir nicht so großen Anklang…

Für mich besonders wichtig ist auch noch ein weiterer Punkt: Habe ich nicht so viel Zeit und Mühe in ein Motiv investiert, dann kann ich das Kleidungsstück auch etwas „anders“ behandeln.

Das bedeutet, dass ich mir auch mal einen Pullover mithilfe einer Schablone bemalen kann, den ich zur Gartenarbeit oder so anziehe. Ansonsten wäre mir das Bemalte viel zu schade dafür. 😊 So könnte ich jederzeit ein neues Kleidungsstück „bemalen“.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Schablonierens auf einen Blick:

Vorteile

  • für Kreativ-Muffel bestens geeignet
  • einfach in der Anwendung
  • schnelle und vorallem schöne Ergebnisse, wenn man die richtige Technik anwendet
  • ohne großartige Vorkenntnisse zu machen
  • man kann dasselbe Motiv wieder und wieder auf Stoff bringen

Nachteile

  • sofern man eine gekaufte Schablone wählt, ist das Motiv immer vorgegeben
  • nicht jede Farbe/Technik ist dafür geeignet
  • mitunter mehr Sauerei als alles andere
  • läuft einem Farbe unter die Schablone, ist meist das ganze Motiv ruiniert

Diese Produkte habe ich für das Schablonieren verwendet:

Letzte Aktualisierung am 19.10.2019 um 13:42 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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